Pflegefall: Welche Versicherungen jetzt greifen
Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, steht die Familie vor komplexen Fragen. Gesetzliche Pflegeversicherung zahlt nur einen Teil, der Rest muss aus Vermögen oder Pflegezusatz kommen.
Worum geht es?
Ein Heimplatz kostet im Durchschnitt 4.500 EUR/Monat. Gesetzliche Pflegekasse zahlt je nach Pflegegrad 125–2.200 EUR. Der Rest bleibt als Eigenanteil – und geht ans Vermögen, bis auf einen Schonbetrag.
SollteSehr empfohlen
- Pflegezusatzversicherung
Für eigene Zukunft jetzt abschließen (bei Angehörigen ggf. zu spät).
- Privathaftpflicht
Mit Klausel für Pflegebedürftige in Familie.
KannJe nach Situation
- Rechtsschutzversicherung
Streit mit Pflegekasse, Heim oder Angehörigen.
Unsere Tipps
- Pflegegrad-Antrag schnellstmöglich stellen.
- Pflegende Angehörige können selbst rentenversichert sein (über Pflegekasse).
- Entlastungsbetrag (125 EUR/Monat) nutzen.
- Für eigene Zukunft Pflegezusatz jetzt abschließen, bevor man selbst betroffen ist.
Häufige Fragen
Zahlt die gesetzliche Pflegekasse alles?
Nein. Sie leistet pauschal nach Pflegegrad. Der Rest wird durch Rente, Vermögen und ggf. Kinder (Elternunterhalt) gedeckt.
Was ist der Entlastungsbetrag?
125 EUR/Monat für anerkannte Dienstleistungen wie Haushaltshilfe. Wird nicht ausgezahlt, sondern gegen Rechnung abgerechnet.
Bin ich als pflegender Angehöriger versichert?
Ja, die Pflegekasse zahlt bei regelmäßiger Pflege in Renten-, Unfall- und (teilweise) Krankenversicherung ein.
Weitere Lebenslagen
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Schreib uns, was dich beschäftigt – wir ordnen ein. Unverbindlich.